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Custom Autos zu deinem FiveM-Server hinzufügen

Custom Autos zu deinem FiveM-Server hinzufügen

Custom Autos sind für viele Spieler der Grund, genau deinen Server zu wählen: eine Flotte eigener Polizeifahrzeuge, wiedererkennbare Taxis oder einfach eine Garage voller Modelle, die es im Standard-GTA V nicht gibt. Gleichzeitig gibt es keine Content-Kategorie, die so oft für lange Ladezeiten und Textur-Probleme sorgt wie Autos. In diesem Artikel gehen wir durch, wie du Custom Fahrzeuge hinzufügst, und wie du verhinderst, dass dein Server darunter zusammenbricht.

Addon oder Replace: entscheide bewusst

Es gibt zwei Wege, ein Custom Auto auf deinen Server zu bekommen:

AddonReplace
FunktionsweiseFügt ein neues Fahrzeug mit eigenem Spawnnamen hinzuErsetzt das Modell eines vorhandenen GTA-Fahrzeugs
OriginalBleibt einfach bestehenVerschwindet von deinem Server
HandlingEigene Handling-Einstellungen möglichStützt sich auf das Originalfahrzeug
EmpfehlungFast immer die beste WahlNur für bewusste Komplettersetzungen

Addon-Autos sind der Standard auf modernen Servern: Das Original bleibt bestehen, jedes Auto bekommt eigenes Handling und du behältst den Überblick. Replace wirkt einfacher, aber sobald zwei Resources dasselbe Modell ersetzen, hast du Konflikte, die schwer zu finden sind.

Wie eine Auto-Resource aufgebaut ist

Ein Addon-Auto ist eine gewöhnliche Resource mit zwei Arten von Inhalt. Im stream-Ordner liegen die Modelldateien (.yft) und Texturen (.ytd), die an deine Spieler gestreamt werden. Daneben stehen Meta-Dateien, die das Fahrzeug registrieren und sein Verhalten bestimmen:

  • vehicles.meta: registriert das Fahrzeug und seinen Spawnnamen;
  • handling.meta: Fahrverhalten, Höchstgeschwindigkeit, Gewicht und Bremskraft;
  • carvariations.meta: Farben und Ausführungen;
  • carcols.meta: Farbdefinitionen und Extras wie Sirenen.

Die fxmanifest.lua verknüpft alles miteinander. Gekürzt sieht das so aus (je nachdem, was das Auto mitliefert, stehen dort mehr oder weniger Zeilen):

fx_version 'cerulean'
game 'gta5'

files {
  'vehicles.meta',
  'handling.meta',
  'carvariations.meta'
}

data_file 'VEHICLE_METADATA_FILE' 'vehicles.meta'
data_file 'HANDLING_FILE' 'handling.meta'
data_file 'VEHICLE_VARIATION_FILE' 'carvariations.meta'

Bei einem gekauften oder heruntergeladenen Auto ist das normalerweise schon korrekt eingerichtet. Lade den Ordner in resources hoch, schreib eine ensure-Zeile in deine server.cfg und starte neu. Achtung: Der Spawnname kommt aus der vehicles.meta, nicht aus dem Ordnernamen. Die beiden können sich also unterscheiden.

Am Handling darfst du dich ruhig versuchen. In der handling.meta stehen pro Fahrzeug Werte für unter anderem Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung, Gewicht und Traktion. Für einen RP-Server ist das mehr als Kosmetik: Eine Polizeiverfolgung funktioniert nur, wenn die Fahrzeuge realistisch und untereinander ausbalanciert sind. Ändere Werte in kleinen Schritten, starte danach die Resource neu und teste erneut. Notiere, was du änderst, damit du zurückkannst, wenn sich das Fahrverhalten plötzlich seltsam anfühlt.

Carpack oder einzelne Autos?

Carpacks, Dutzende Autos in einer Resource, sind verlockend: ein Download, ein ensure, fertig. Aber die Nachteile sind happig. Du bekommst auch die vierzig Autos, die du nicht brauchst, inklusive all ihrer Texturen. Eine kaputte Meta-Datei kann das ganze Pack lahmlegen. Und Debuggen ist eine Qual: Welches der sechzig Autos verursacht diesen Crash? Einzelne Autos oder kleine thematische Packs, zum Beispiel nur deine Polizeiflotte, kosten mehr Installationsarbeit, geben dir aber Kontrolle darüber, was genau auf deinem Server liegt. Fängst du gerade an, bleib bei einem Dutzend Autos, die wirklich zu deinem Server passen; erweitern kannst du immer noch.

Warum ein schweres Carpack deinen Server ausbremst

Hier geht es am häufigsten schief, also einmal ganz genau. Fahrzeugmodelle und vor allem ihre Texturen werden an deine Spieler gestreamt. Je mehr und je schwerer die Autos, desto mehr muss über die Leitung und desto mehr Videospeicher verliert jeder Spieler:

  • Längere Ladezeiten. Spieler, die joinen, müssen mehr Daten herunterladen. Eine Stadt mit Gigabytes an Carpacks fühlt sich dadurch schon träge an, bevor überhaupt jemand fährt.
  • Texture Loss. Unoptimierte Autos mit riesigen Texturen verdrängen andere Assets aus dem Speicher. Das Ergebnis: verschwommene Gebäude und flackernde Texturen, gerade auch an Orten, die mit Autos nichts zu tun haben.
  • Ruckeln an belebten Orten. Wo viele verschiedene Custom Autos beieinanderstehen, muss das Game jedes Spielers in der Nähe all diese Modelle gleichzeitig laden.

Das Mittel dagegen ist unspektakulär, aber wirksam: weniger und besser. Wähle Autos, die für FiveM optimiert sind, entferne, was niemand fährt, und sei kritisch bei Packs, die Hunderte Fahrzeuge versprechen. Speicherplatz ist dabei selten der Flaschenhals; die FiveM-Pakete von MC-Node laufen auf NVMe-Speicher, aber was deine Spieler herunterladen und in ihren Videospeicher quetschen müssen, löst du nicht mit einem größeren Paket.

Spawnen: vMenu, Befehle oder eine Garage

Auf Freeroam-Servern ist vMenu der übliche Weg: Addon-Autos, die du in die vMenu-Konfiguration aufnimmst, erscheinen einfach im Fahrzeugmenü. Auf RP-Servern willst du Autos meistens über die Wirtschaft laufen lassen: ein Dealership- oder Garagenscript aus deinem Framework, sodass Spieler Fahrzeuge kaufen und besitzen statt spawnen. Zum Testen nach der Installation spawnst du ein Auto am schnellsten mit dem Spawnnamen aus der vehicles.meta, zum Beispiel über den Spawnbefehl deines Admin-Menüs. Funktioniert der Spawnname nicht, prüfe zuerst, ob die Resource wirklich gestartet ist und ob du den Namen exakt richtig geschrieben hast. Teile neue Spawnnamen auch kurz mit deinem Staff-Team, dann muss nicht jeder selbst in der vehicles.meta wühlen.

Die rechtliche Seite bezahlter Modelle

Auch bei Autos gilt: Kauf beim Ersteller, meistens über einen Tebex-Shop, und lies die Lizenz. Die meisten Lizenzen gelten für einen Server und verbieten Teilen oder Weiterverkauf. Geleakte bezahlte Modelle sind derselbe schlechte Deal wie geleakte Scripts: Du weißt nicht, was drinsteckt, du bekommst keine Updates und du verletzt die Bedingungen. Sei außerdem vorsichtig mit Modellen, die aus anderen Games portiert wurden: Aus anderen Titeln gerippter Content verstößt gegen die Regeln von Cfx.re und kann deinen Server in Schwierigkeiten bringen. Wähle deine Modelle also genauso sorgfältig wie deine Scripts; deine Spieler merken den Unterschied, und du schläfst ruhiger.

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