Günstiger VPS: Was du für 2 bis 10 € im Monat wirklich bekommst
„Günstiger VPS“ ist einer der meistgesuchten Begriffe in unserer Kategorie, und das zu Recht: Für das Geld eines Monats Gameserver kannst du ein halbes Jahr lang eine kleine Linux-Maschine laufen lassen. Aber das günstigste Paket ist nicht immer das günstigste für deinen Zweck. In diesem Artikel gehen wir durch, was du bei uns für 2 bis 10 € im Monat bekommst, was darauf gut läuft, wo günstige VPS im Allgemeinen sparen und wie du nach der Bestellung in fünf Minuten prüfst, ob du bekommen hast, was auf der Packung stand.
Was steckt in einem VPS für 2 €?
Unser Budget-VPS beginnt bei 2,00 € pro Monat für den HEN-B-01: 2 vCores auf einem Intel Xeon E5-2699 v3, 1 GB DDR4-Arbeitsspeicher, 10 GB NVMe-Speicher, 1 Gbit/s Netzwerk und DDoS-Schutz. Für 2,90 € (HEN-B-02) bekommst du 2 GB und 20 GB, für 4,50 € (HEN-B-03) 4 GB und 40 GB, und so geht die Leiter weiter bis 32 GB für 25,70 €. Backups sind dabei, rDNS stellst du selbst ein, und alles ist monatlich kündbar. Der Prozessor ist die ehrliche Geschichte hinter diesem Preis: Der E5-2699 v3 ist eine ältere Server-CPU mit vielen Kernen bei 2,3 GHz. Zuverlässig, aber pro Kern nicht schnell.
Daneben steht die Normal-Linie auf einem AMD EPYC 7443P, der bis 4,0 GHz taktet: HEN-N-01 mit 2 vCores, 2 GB und 40 GB für 3,40 €, HEN-N-02 mit 4 GB und 60 GB für 5,30 € und HEN-N-03 mit 4 vCores, 8 GB und 80 GB für 9,50 €. Der Unterschied liegt also nicht in Arbeitsspeicher oder Speicherplatz pro Euro, sondern darin, wie viel Arbeit ein Kern pro Sekunde schafft.

Was auf 1 oder 2 GB problemlos läuft
- Ein Discord-Bot. Ein Node.js- oder Python-Bot braucht 100 bis 300 MB. Selbst auf dem kleinsten VPS hast du Platz für zwei oder drei.
- Ein Monitoring-Tool oder eine Statusseite für deine Gameserver.
- Ein VPN-Endpunkt (WireGuard) oder ein eigener DNS-Filter.
- Eine kleine Website mit einem statischen Generator oder einem leichten CMS ohne viel Traffic.
- Ein Voice-Server oder Hilfsprogramm neben deinem Gameserver, etwa ein Proximity-Voice-Server für Minecraft Bedrock.
- Ein TeamSpeak- oder Mumble-Server für deinen Clan.
Gemeinsamer Nenner: Sie warten die meiste Zeit. Dafür ist ein geteilter Kern auf einem älteren Prozessor genau gut genug, und du zahlst nicht für Taktfrequenz, die du nicht nutzt.
Was du auf einem VPS für 2 € besser nicht betreibst
Einen Minecraft-Server. Nicht, weil es nicht geht (auf 2 GB startet er), sondern weil es sich nicht rechnet: Minecraft läuft auf einem Kern und will einen schnellen, und 1 bis 2 GB sind zu knapp, sobald mehr als drei Spieler online sind. Ein Minecraft-Gameserver bei uns beginnt bei 0,50 € und kostet etwa 1,10 € pro GB, inklusive Panel, Backups und Schutz auf den Spielports. Das ist günstiger und besser als ein VPS für denselben Zweck. Dasselbe gilt für FiveM, Palworld und andere Spiele: Dort ist der Gameserver das richtige Produkt. Auch Datenbanken mit echtem Traffic, Buildserver und alles, was „mal eben schnell“ rechnen muss, gehören auf die Normal-Linie oder eine größere Maschine.
Wo günstige VPS sparen
Das sind die Stellen, an denen ein niedriger Preis herkommt, bei uns und bei anderen. Kennst du sie, liest du jedes Angebot anders:
- Taktfrequenz und Alter der CPU. Ältere Server sind abgeschrieben; deshalb kann ein vCore auf so einer Maschine spottbillig sein. Für wartende Workloads spielt das keine Rolle, für Rechenarbeit schon.
- Geteilte Kerne. Ein vCore ist ein Anteil an einem physischen Kern, kein ganzer Kern. Sobald die Nachbarn beschäftigt sind, merkst du das als „Steal Time“. Bei uns ist das Verhältnis so gewählt, dass das selten passiert, aber hundert Prozent garantiert dir keine Budget-Linie; dafür gibt es den VDS.
- Speichertyp. „SSD“ sagt wenig. NVMe ist bei uns Standard; bei manchen Anbietern läuft ein Budget-VPS noch auf SATA-SSD oder sogar auf Festplatten.
- Bandbreite und Traffic. Achte auf ein Limit in Terabyte pro Monat und darauf, was passiert, wenn du es überschreitest. Bei uns gilt Fair Use bei 1 Gbit/s.
- DDoS-Schutz und Backups. Oft ein kostenpflichtiges Extra. Bei uns ist beides im Preis; prüf das bei jedem Vergleich, denn das macht schnell ein paar Euro im Monat aus.
- IPv4-Adresse. Eine eigene IPv4-Adresse kostet Anbieter immer mehr. Manche Budget-VPS liefern nur IPv6 oder eine geteilte Adresse, was für Gameserver und viel Software nicht funktioniert. Alle unsere VPS haben eine eigene IPv4.
In fünf Minuten prüfen, was du gekauft hast
Log dich per SSH ein und führ diese Befehle aus; sie funktionieren auf jedem Linux-VPS:
nproc # Anzahl vCores
lscpu | grep 'Model name' # welcher Prozessor
free -m # Arbeitsspeicher in MB
df -h / # Speicherplatz
top -bn1 | head -5 # 'st' (Steal Time) suchen: sollte nahe 0 bleiben
curl -s ifconfig.me # deine öffentliche IPv4Stimmt nproc, passt der Arbeitsspeicher zur Bestellung und bleibt die Steal Time unter ein paar Prozent, während du etwas laufen lässt, dann hast du bekommen, was du gekauft hast. Wie du dich verbindest, steht in der Wissensdatenbank: per SSH verbinden; dort liest du auch, wie du die Auslastung deines VPS im Panel einsiehst.
Welchen solltest du nehmen?
| Zweck | Empfehlung | Preis pro Monat |
|---|---|---|
| Discord-Bot, Monitoring, VPN | HEN-B-01 oder HEN-B-02 | 2,00 € – 2,90 € |
| Website mit etwas Traffic, mehrere Bots, Voice-Server | HEN-B-03 oder HEN-N-01 | 4,50 € – 3,40 € |
| Eigenes Gamepanel, selbst einen Minecraft-Server verwalten, Windows | HEN-N-02 oder HEN-N-03 | 5,30 € – 9,50 € |
| Gameserver ohne Aufwand | Kein VPS: ein Gameserver-Paket | ab 0,50 € |
Schwankst du zwischen Budget und Normal: Nimm Normal, sobald dein Programm spürbar rechnen muss (Compiler, ein Spielserver, eine stark genutzte Datenbank), und Budget, wenn es vor allem da sein und reagieren soll. Beide Linien laufen auf eigener Hardware im Previder-Rechenzentrum in Hengelo, mit NVMe-Speicher und DDoS-Schutz, und du kannst monatlich hoch- oder runterskalieren. Was ein VPS genau ist und wann du einen brauchst, liest du in Was ist ein VPS?.