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Deinen eigenen Minigames-Server bauen: BedWars, SkyWars und eine Lobby

Deinen eigenen Minigames-Server bauen: BedWars, SkyWars und eine Lobby

Frag eine Gruppe Minecraft-Spieler, was sie am liebsten spielen, und die Chance ist groß, dass ein Minigame dabei herauskommt: eine Runde BedWars mit Freunden oder zwischendurch schnell eine Partie SkyWars. Das Schöne daran: Dafür brauchst du kein großes Netzwerk. Mit einem Paper-Server, ein paar guten Plugins und einem Abend Geduld baust du deinen eigenen Minigames-Server, samt Arenen und einer aufgeräumten Lobby. In diesem Guide gehen wir diesen Weg Schritt für Schritt durch, inklusive der ehrlichen Wahrheit über Arbeitsspeicher, Kosten und der Falle, in die fast jeder angehende Minigames-Server einmal tappt.

Schritt 1: Starte mit einem Paper-Server

Minigames laufen über Plugins, und Plugins laufen auf Paper. Paper ist die Standard-Serversoftware für solche Server: Sie ist deutlich performanter als Vanilla, und praktisch jedes Plugin, das dir begegnet, ist dafür gemacht. Bei MC-Node verwaltest du deinen Minecraft-Server über das Panel, du stellst ihn also auf Paper, ziehst deine Plugin-Dateien einfach in den Ordner plugins und startest anschließend neu.

Ein Punkt vorab: Minigame-Plugins hinken der allerneuesten Minecraft-Version oft ein Stück hinterher. Wähle also nicht blind das neueste Release, sondern schau erst nach, welche Versionen die Plugins unterstützen, die du einsetzen willst. Ein Minigames-Server auf einer etwas älteren, stabilen Version macht mehr Spaß als ein Server auf der neuesten Version, auf der die Hälfte nicht funktioniert.

Schritt 2: BedWars mit BedWars1058 einrichten

Für BedWars ist BedWars1058 seit Jahren die naheliegende Wahl: kostenlos, Open Source und weiterhin in aktiver Entwicklung. Du findest das Plugin über offizielle Kanäle wie SpigotMC, Modrinth und Polymart; lade es nirgendwo sonst herunter (warum das wichtig ist, liest du weiter unten). So kommst du vom leeren Server zur ersten Runde:

  1. Installiere das Plugin. Datei in plugins, Server neu starten und in der Konsole prüfen, ob BedWars1058 fehlerfrei lädt.
  2. Besorg dir eine Arena-Welt. Eine BedWars-Map ist eine leere (Void-)Welt mit je einer Team-Insel samt Bett, Generatoren auf den Inseln und besseren Generatoren in der Mitte. Selbst bauen geht problemlos, es gibt aber auch kostenlose Maps über dieselben offiziellen Quellen.
  3. Geh das Setup durch. Mit /bw setupArena <naam> wechselst du in den Setup-Modus und legst unter anderem Spawnpunkte, Betten und Generatoren fest. Nimm dir dafür Zeit: Eine schlampig eingerichtete Arena merkst du im Spiel sofort.
  4. Teste zu zweit oder zu dritt. Spiel selbst ein paar Runden, bevor du jemanden einlädst. Falsch platzierte Spawns oder einen vergessenen Generator findest du so im Handumdrehen.

Gut zu wissen: BedWars1058 kennt mehrere Modi. Im Shared-Modus läuft das Plugin zusammen mit anderen Plugins auf einem Server, im Multiarena-Modus ist dein kompletter Server BedWars mit mehreren Arenen gleichzeitig, und für große Netzwerke gibt es einen Bungee-Modus. Für deinen ersten Server passt Shared oder Multiarena genau richtig; der Netzwerk-Modus wird erst später interessant.

Schritt 3: SkyWars dazu

Läuft BedWars stabil, ist SkyWars das logische zweite Spiel. Der bekannteste Name hier ist SkyWarsReloaded. Achte allerdings darauf, welche Version du nimmst: Von diesem Plugin kursieren viele veraltete Varianten, wähle auf SpigotMC also bewusst die aktuell gepflegte Version. Der Aufbau ähnelt BedWars: Void-Maps mit kleinen Inseln, Kisten mit Loot und ein Setup-Befehl, um die Spawns zu setzen.

Ein ehrlicher Rat: Füge Minigames eins nach dem anderen hinzu. Jedes zusätzliche Plugin kostet Arbeitsspeicher und erhöht die Gefahr von Konflikten, etwa weil zwei Plugins beide das Scoreboard oder den Chat anpassen wollen. Ein sauber laufendes Spiel ist mehr wert als drei halbfertige.

Schritt 4: Eine aufgeräumte Lobby

Spieler müssen irgendwo ankommen, und das ist deine Lobby. Für einen einzelnen Server ist eine eigene Lobby-Welt über Multiverse-Core der einfachste Weg: Du legst eine zusätzliche Welt an, setzt dort den Spawn deines Servers und baust einen kompakten Hub mit klaren Zugängen zu deinen Minigames, zum Beispiel über Join-Schilder oder ein Menü.

Ein paar Faustregeln für eine Lobby, die funktioniert: Halte sie klein und übersichtlich, sorge dafür, dass Spieler dort keinen Schaden nehmen und keine Blöcke abbauen können, und mach innerhalb von zehn Sekunden klar, wo es langgeht. Ein riesiger Hub mit Parkour, Geheimräumen und zehn Etagen sieht beeindruckend aus, aber neue Spieler wollen vor allem schnell eine Runde spielen.

Einen eigenen Lobby-Server brauchst du an dieser Stelle noch nicht. Dieser Schritt gehört zu einem echten Netzwerk, und damit sind wir bei der nächsten Frage.

Wann wächst du zu einem echten Netzwerk?

Solange alles auf einen Server passt, ist das auch der beste Platz dafür. Ein Netzwerk mit der Velocity-Proxy wird erst interessant, wenn du an konkrete Grenzen stößt: Der Server ruckelt bei vollen Runden, du willst mehrere Spiele mit jeweils eigener Welt und eigenen Plugins sauber trennen, oder deine Spielerzahl wächst dauerhaft. Mit Velocity hängst du einzelne Server (Lobby, BedWars, SkyWars) hinter eine Adresse, und die Spieler schicken sich über den Hub selbst zum richtigen Spiel.

Sei ehrlich zu dir selbst: Ein Netzwerk bedeutet mehrere Server zu verwalten, Plugins mehrfach zu aktualisieren und höhere Kosten. Für die meisten Freundesgruppen und startenden Communitys reicht ein gut eingerichteter Paper-Server locker aus, und der Umstieg ist jederzeit noch möglich.

RAM und Kosten: die ehrliche Rechnung

Wie viel Arbeitsspeicher brauchst du? Ein Minigames-Server mit BedWars, SkyWars und einer Lobby-Welt läuft problemlos auf einem mittleren Paket; rechne mit rund vier Gigabyte für eine Gruppe von zehn bis zwanzig Spielern. Bei MC-Node starten Minecraft-Server ab € 0,50 pro Monat und du zahlst etwa € 1,10 pro GB RAM, so ein mittleres Paket kostet dich also ein paar Euro im Monat. Dein Server läuft auf eigener Hardware mit NVMe-Speicher im Previder-Rechenzentrum in Hengelo, DDoS-Schutz ist inklusive und alles ist monatlich kündbar. Schau im Minecraft-Store von MC-Node, welches Paket zu deiner Gruppengröße passt; upgraden kannst du jederzeit, wenn du wächst.

Entscheidest du dich später für ein Netzwerk, kalkuliere großzügiger: Jeder Game-Server braucht seinen eigenen Arbeitsspeicher, und nur der Lobby-Server darf wirklich leicht bleiben. Fang deshalb klein an und lass deine Spielerzahlen bestimmen, wann eine Erweiterung sinnvoll ist, nicht umgekehrt.

Die klassische Falle: Plugins von dubiosen Seiten

Das geht bei Minigames-Servern häufiger schief als sonst irgendwo: Jemand will ein kostenpflichtiges Plugin gratis und lädt es von einer zwielichtigen Seite mit geleakten Dateien. Lass es. Solche Downloads sind regelmäßig veraltet, oft verändert und manchmal mit Malware versehen, die deinen Server oder deinen Account gefährdet. Dasselbe gilt für Plugin-Dateien aus alten Tutorials oder beliebigen Upload-Seiten.

Die Regel ist einfach: Lade nur über offizielle Quellen wie SpigotMC, Modrinth, Polymart oder die eigene Seite des Entwicklers, und kauf Premium-Plugins über den offiziellen Vertriebsweg. Prüf dabei immer kurz das Datum des letzten Updates und die unterstützten Versionen. Für BedWars und SkyWars brauchst du ohnehin keine kostenpflichtigen Plugins: Die kostenlosen Optionen von oben reichen für einen startenden Server völlig aus.

Nächster Schritt: Rechte und Ränge

Laufen deine Arenen und steht deine Lobby, ist der nächste Schritt Struktur: Wer darf Arenen anpassen, wer darf moderieren und was darf ein normaler Spieler? Dafür willst du von Anfang an ein Rechte-Plugin wie LuckPerms, mit eigenen Rängen für Spieler, Builder und Moderatoren. Wie du das sauber aufsetzt, liest du in unserem LuckPerms-Guide. Damit verhinderst du das klassische Szenario, in dem jeder überall drankommt, und das ist auf einem Minigames-Server mit Fremden kein überflüssiger Luxus.

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