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RLCraft Server einrichten: Hardcore-Survival ohne Überraschungen

RLCraft Server einrichten: Hardcore-Survival ohne Überraschungen

RLCraft ist ein Hardcore-Survival-Modpack auf Forge für Minecraft 1.12.2 und hat auf CurseForge über 27 Millionen Downloads gesammelt. Weil das Pack auf 1.12.2 stehen bleibt, braucht dein Server genau die Java-Runtime, die zu dieser alten Forge-Version gehört, und nicht das Java 21 moderner Packs wie All the Mods 10. Der RAM-Bedarf liegt niedriger als bei ATM10 (das mindestens 10 GB verlangt), dafür geht die ältere Forge-Version beim Chunkloading, also beim Nachladen von Chunks, weniger sparsam vor: Drachen, Mob-Schwärme und Spieler auf Erkundungstour kosten dich schneller TPS, als du es von einem modernen Pack gewohnt bist.

Warum läuft dieses alte Pack immer noch so gut?

Gemessen an den Downloads gehört RLCraft nach wie vor zu den größten Modpacks überhaupt: 27+ Millionen, gegenüber gut 18 Millionen für All the Mods 10, 11,7 Millionen für Prominence II: Hasturian Era und 10,2 Millionen für DawnCraft. Nur Cobblemon liegt mit 25,5+ Millionen in derselben Größenordnung.

Das liegt an zwei Dingen. Erstens ist die Kernschleife eine völlig andere als bei fast jedem anderen großen Pack. Während sich ATM10 und Create-artige Packs ums Bauen und Automatisieren drehen, geht es bei RLCraft ums nackte Überleben: Du stirbst an Durst, an Kälte, an einem Mob, der dir haushoch überlegen ist, und an gebrochenen Knochen.

Zweitens ist das Pack in gewisser Weise fertig. Es gibt keine Quartalsupdates, die deine Welt oder deine Konfigurationsdateien umkrempeln, und die Anleitungen, die du online findest, stimmen meistens noch. Wenn du noch nie mit Packs gearbeitet hast, liefert dir unser Artikel darüber, was ein Minecraft-Modpack genau ist und wie du es installierst, die passende Grundlage.

Welche Java-Version braucht dein RLCraft-Server?

An diesem Punkt scheitern die meisten RLCraft-Server, bevor sie überhaupt gestartet sind. Minecraft 1.12.2 und die zugehörige Forge-Version stammen aus einer völlig anderen Zeit als die Java-Versionen, die du heute standardmäßig bekommst. Packst du einfach die neueste Runtime darunter, folgt keine saubere Fehlermeldung, sondern ein Absturz beim Laden der Mods. Schau in die Dokumentation des Packs, welche Runtime dazugehört, und stell genau diese Version ein.

Umgekehrt gilt dasselbe: All the Mods 10 läuft auf NeoForge und Minecraft 1.21.1 und braucht Java 21, wobei nicht einmal Java 17 funktioniert. Ein Server fährt immer nur eine Java-Version, RLCraft und ein modernes Pack nebeneinander anzubieten bedeutet also zwei getrennte Instanzen. In einem Panel wie Pterodactyl wählst du die Java-Version über das Docker-Image oder das Egg; prüf das, bevor du die Serverdateien hochlädst.

Wie viel RAM braucht ein RLCraft-Server?

Eine magische Zahl, die für jeden Server stimmt, gibt es nicht. Fest steht: RLCraft bleibt unter den 10 GB, die ATM10 als Untergrenze ansetzt, weil das Pack deutlich weniger Mods lädt als die 400 bis 500+ eines Packs, das einfach alles hineinwirft. Nach oben treibt den RAM-Verbrauch hier nicht die Modliste, sondern die Welt: wie viele Chunks generiert sind, wie viele Entitys, also Kreaturen und Objekte, herumlaufen und wie viele Spieler gleichzeitig in verschiedene Richtungen erkunden.

PackModloader und VersionJava-RuntimeDownloadsRAM-Richtwert
RLCraftForge, Minecraft 1.12.2siehe Pack-Dokumentation27+ Millionendeutlich unter ATM10; skaliert mit Spielern und Entitys
All the Mods 10NeoForge, Minecraft 1.21.1Java 21 (Java 17 funktioniert nicht)18+ Millionen10 GB Minimum, 12 GB für kleine Gruppen, 14-16 GB ab 5 Spielern
Cobblemon-Packswechselnd-25,5+ Millionenoft schon mit 4-8 GB in Ordnung

Unterschätze den Speicher nicht. Bei ATM10 macht eine SSD den Unterschied zwischen 10+ Minuten Startzeit auf einer Festplatte und 2-3 Minuten; bei RLCraft siehst du dasselbe bei der Chunkgenerierung, denn ein Spieler, der auf einem Drachen die Welt erkundet, zwingt den Server dauernd dazu, neue Chunks zu schreiben. Alle Pakete für Minecraft-Hosting bei MC-Node laufen auf NVMe-SSD; die Budget-Linie kostet 1,10 Euro pro GB RAM pro Monat, 4 GB liegen also bei 4,40 Euro und 8 GB bei 8,80 Euro.

Wie richtest du einen RLCraft-Server Schritt für Schritt ein?

  1. Wähle ein Paket und einen Standort. Spielst du mit einer Gruppe aus dem deutschsprachigen Raum oder den Niederlanden, ist ein Node in den Niederlanden (bei uns Previder PDC2 in Hengelo) angenehmer als ein Server in Nordamerika.
  2. Stell die Java-Version ein, die das Pack vorschreibt, und wähle Forge für Minecraft 1.12.2. Mach das vor Schritt 3.
  3. Lade das Serverpack von RLCraft herunter, nicht das Clientpack. Letzteres enthält Mods, die nur auf dem Client laufen, und lässt deinen Server mit einer Fehlermeldung abbrechen.
  4. Entpacke die Dateien im Serververzeichnis, bestätige die EULA in eula.txt und starte einmal, damit der Konfigurationsordner erzeugt wird.
  5. Richte server.properties ein. Fang bei der view-distance, also der Sichtweite in Chunks, bescheiden an und erhöhe erst, wenn die TPS es zulassen.
  6. Sorg dafür, dass jeder Spieler exakt dieselbe Pack-Version und denselben Forge-Build fährt: Bei Forge müssen Client und Server dieselben Mods haben.
  7. Prüfe, ob das automatische Backup läuft, bevor du den Server öffentlich machst. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Erstellen eines Minecraft-Servers deckt die allgemeinen Grundlagen ab.

Warum kosten Drachen und Mobs so viel Leistung?

RLCraft lädt keine 400 Mods, setzt aber genau den Teil des Servers unter Druck, der am schlechtesten skaliert: Entitys und Chunkloading. Drachen fliegen weite Strecken, haben ein Nest mit dauerhaft geladener Umgebung und ziehen Chunk-Aktivität quer durch die Welt. Dazu kommen die aggressiven Mobs, die das Pack überall verteilt, jeder mit einer KI, die in jedem Tick berechnet werden muss.

Auf modernen Loadern fängst du das teilweise mit Optimierungs-Mods ab: Auf NeoForge leisten FerriteCore (30-40% weniger RAM-Verbrauch), Canary und ModernFix viel Arbeit. Für Forge 1.12.2 ist diese Landschaft kleiner und älter, du steuerst also vor allem über Einstellungen: view-distance, Mob-Caps als Obergrenzen für Kreaturen in den Pack-Konfigurationen und die Zahl der Spieler, die gleichzeitig in unerschlossenes Gebiet ziehen. Ein Profiler wie spark zeigt dir, ob deine Zeit in Entity-Ticks oder in der Chunkgenerierung verschwindet. Unsere Erklärung zum Optimieren deines Minecraft-Servers geht tiefer auf diese Abwägung ein.

Was du auf einem Paper-Server tun würdest, geht hier nicht: Forge lädt Mods, keine Bukkit-Plugins. ClearLagg, EssentialsX oder LuckPerms zu installieren, ist also keine Option.

Warum überraschen Temperatur und Durst deine Spieler?

Die meisten Supportfragen auf einem RLCraft-Server drehen sich nicht um Lag, sondern um Spielmechaniken. Spieler kommen rein, sterben innerhalb weniger Minuten an Durst oder Unterkühlung und denken, irgendetwas sei kaputt. Wasser aus einer Pfütze trinkst du nicht ohne Folgen, die Temperatur hängt von Biom, Kleidung und Tageszeit ab, und ein Sturz aus wenigen Blöcken Höhe kann einen Beinbruch bedeuten. Das ist so gewollt und kein Fehler, aber ein neuer Server ohne Erklärung verliert seine Spieler in den ersten zehn Minuten. Schreib die Kernmechaniken auf ein Schild beim Spawn oder in einen Discord-Kanal.

Viele Betreiber schrauben zusätzlich leicht an der Schwierigkeit: mildere Durst- oder Temperaturwerte, niedrigere Mob-Spawnraten oder eine sanftere Strafe beim Tod. Das funktioniert vor allem bei Gruppen, die gemeinsam spielen wollen. Übertreib es aber nicht: Nimmst du jede Reibung weg, bleibt ein 1.12.2-Pack übrig, ohne den Grund, aus dem die Leute überhaupt gekommen sind.

Worauf verzichtest du, wenn du auf 1.12.2 bleibst?

Ein altes Pack bekommt keine neuen Minecraft-Inhalte. Alles, was seit 1.12.2 zum Basisspiel dazugekommen ist, landet nie in deiner RLCraft-Welt. Konkret: keine Prüfungskammern, keine Tresore und kein Streitkolben aus 1.21 "Tricky Trials", nichts aus 26.1 "Tiny Takeover" oder 26.2 "Chaos Cubed" und auch nicht das gesprenkelte Waldbiom aus den Snapshots von 26.3. Minecraft Java nutzt seit 2026 jahresbasierte Versionsnummern; RLCraft steht komplett außerhalb davon.

Auch praktisch zahlst du drauf. Deine Spieler müssen einen Forge-Client für 1.12.2 installieren, Lösungen im Stil von ViaVersion für mehrere Client-Versionen fallen damit weg. Bedrock-Spieler können nicht mitspielen: Geyser und Floodgate bringen Bedrock-Clients auf einen Java-Server, aber die können keine Forge-Mods laden.

Wann fährst du mit etwas anderem besser?

RLCraft ist schmal und tief, und das passt nicht zu jeder Gruppe. Willst du vor allem bauen und automatisieren, ist All the Mods 10 auf Minecraft 1.21.1 die logischere Wahl, sofern du das RAM dafür hast. Suchst du Geschichte, Quests und Fortschritt, sind Prominence II: Hasturian Era und DawnCraft - Echoes of Legends darin sauberer ausgearbeitet. Willst du nur einen flüssigeren Client ohne neue Inhalte, ist Fabulously Optimized auf Fabric rein auf Leistung ausgelegt, mit Sodium, Lithium und Verwandten. Und willst du mit Freunden vanilla plus ein paar Plugins spielen, ist ein Paper-Server einfacher zu verwalten als jedes Modpack.

Entscheidest du dich für RLCraft, dreht sich die Verwaltung um zwei Dinge: die Java-Umgebung stabil halten und die Zahl der Entitys und geladenen Chunks im Griff behalten.

Häufig gestellte Fragen

Welche Java-Version braucht ein RLCraft-Server? Die Version, die zu Forge für Minecraft 1.12.2 gehört; schau in die Pack-Dokumentation und stell genau diese Runtime in deinem Panel ein. Geh nicht davon aus, dass eine moderne Runtime funktioniert: All the Mods 10 verlangt umgekehrt Java 21 und läuft nicht auf Java 17. Eine Server-Instanz fährt genau eine Java-Version, zwei Packs bedeuten also zwei Instanzen.

Wie viel RAM braucht ein RLCraft-Server? Weniger als All the Mods 10, das mindestens 10 GB verlangt und 14-16 GB bei fünf oder mehr Spielern. Eine feste Zahl für RLCraft gibt es nicht: Sie hängt von deiner Spielerzahl, der view-distance und davon ab, wie viel Welt schon erkundet ist. Bei MC-Node kostet die Budget-Linie 1,10 Euro pro GB RAM pro Monat, du kannst also klein anfangen und später hochskalieren.

Können Bedrock-Spieler auf meinen RLCraft-Server? Nein. Geyser mit Floodgate lässt Bedrock-Clients auf einem Java-Server spielen, aber nur mit Vanilla-Mechaniken. Forge-Mods müssen auf Client und Server in derselben Version geladen sein, und das kann ein Bedrock-Client nicht.

Bekommt RLCraft noch neue Minecraft-Inhalte? Nein. Das Pack bleibt auf 1.12.2, Inhalte aus 1.21 "Tricky Trials" wie Prüfungskammern, Tresore und der Streitkolben kommen also nicht dazu, und aus 26.1 "Tiny Takeover" oder 26.2 "Chaos Cubed" ebenfalls nichts. Was du bekommst, ist der Inhalt des Packs selbst, nicht der von modernem Minecraft.

Kann ich Plugins wie EssentialsX oder LuckPerms nutzen? Nicht direkt. Diese Plugins gehören zu Bukkit, Spigot, Paper und Purpur, während RLCraft von Forge geladen wird. Für Homes, Warps und Rechteverwaltung suchst du dir Forge-Mods für 1.12.2, die dieselbe Aufgabe übernehmen.

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