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Valheim-Mods auf deinem Server: BepInEx ohne Stress

Valheim-Mods auf deinem Server: BepInEx ohne Stress

Valheim ist schon pur ein wunderschönes Spiel, aber wer Hunderte Stunden darin stecken hat, fängt automatisch an zu träumen: etwas geschmeidigeres Bauen, eine geteilte Karte, härtere Bosse. Dafür gibt es Mods, und praktisch alle Valheim-Mods laufen auf demselben Unterbau: BepInEx. Die gute Nachricht: Einen gemoddeten Server aufzusetzen ist weniger gruselig, als es klingt. Die ehrliche Nachricht: Es gibt ein paar Regeln, die du kennen musst, sonst stehst du nach dem nächsten Game-Update mit einem Server da, der nicht mehr starten will. Beides kommt in diesem Guide vor.

So funktioniert Modding in Valheim

BepInEx ist ein Modloader: eine Schicht, die beim Start des Servers mitlädt und anschließend Plugins ins Spiel injiziert. Die Mods selbst sind .dll-Dateien, die du in den Ordner BepInEx/plugins legst; ihre Einstellungen erscheinen nach dem ersten Start automatisch als .cfg-Dateien in BepInEx/config. Die Reihenfolge ist also immer: erst BepInEx auf dem Server installieren, dann erst Mods hinzufügen. Die Dateien bringst du über den Dateimanager deines Panels oder per SFTP auf den Server. Mods findest du auf den bekannten Modseiten; nimm wo verfügbar die Servervariante einer Mod und notier dir für jede Mod, woher du sie hast. Beim nächsten Update wirst du dafür dankbar sein.

Ob es funktioniert, siehst du sofort beim Start: BepInEx schreibt in seiner Logdatei sauber aus, welche Plugins geladen wurden und welche eine Fehlermeldung werfen. Mach es dir zur Gewohnheit, nach jeder Änderung kurz in dieses Log zu schauen. Eine Mod, die still nicht lädt, entdeckst du sonst erst, wenn ein Spieler sich wundert, warum seine neuen Bauteile fehlen.

Server-Side oder Client-Side: die entscheidende Frage

Die wichtigste Frage bei jeder Valheim-Mod: Wer muss sie installieren? Es gibt drei Sorten:

  • Nur der Server. Mods, die Serverlogik anpassen, etwa Spawn-Verhalten oder Welteinstellungen. Spieler müssen nichts tun und merken nur den Effekt.
  • Server und alle Spieler. Mods, die Items, Rezepte, Bauteile oder Gegner hinzufügen. Alle müssen dieselbe Mod fahren, oft auch mit derselben Konfiguration. Sonst gibt es Desyncs, verschwundene Items oder Spieler, die nicht auf den Server kommen.
  • Nur der Spieler. Reine Interface- und Grafikmods. Die sind unabhängig von deinem Server und die Entscheidung des Spielers selbst.

Die Modseite vermerkt fast immer, in welche Kategorie eine Mod fällt. Veröffentliche deine komplette Modliste in deinem Discord, inklusive der Mods, die Spieler selbst brauchen. Noch besser: Bündel die Client-Mods in einem Modpack, damit garantiert alle dasselbe Set fahren.

Beliebte Richtungen

Ohne ein Katalog sein zu wollen (Versionsnummern altern schneller als Blogs), siehst du auf Valheim-Servern grob drei beliebte Geschmäcker:

  • Quality of Life. Sortierhilfen, größere Stacks, Kartenteilung zwischen Spielern: die Ärgernisse raus, das Spiel intakt. Der beliebteste Startpunkt für die meisten Gruppen.
  • Bauen. Extra Bauteile, geschmeidigeres Platzieren, notfalls ohne Baukosten für Kreativ-Server. Für Gruppen, die aus Valheim vor allem ein Bauspiel machen.
  • Schwierigkeit und Progression. Härtere Gegner, reichere Beute und RPG-artige Progression für Wikinger, die die Bosse schon zu oft besiegt haben.

Fang klein an. Zwei oder drei Mods, die genau das tun, was deine Gruppe will, machen mehr Freude als dreißig Mods, von denen niemand mehr weiß, was sie tun. Und jede Mod, die du hinzufügst, ist später eine, die geupdatet werden muss. Prüf auch erst, ob du überhaupt eine Mod brauchst: Für das Anpassen von zum Beispiel Drops, Portalen und Raids hat Valheim inzwischen eingebaute World Modifiers, ganz ohne Risiko.

Wenn ein Game-Update kommt

Das ist der unschönste Teil eines gemoddeten Servers, also seien wir ehrlich: Nach einem Valheim-Update kann vorübergehend alles kaputt sein. Mods greifen tief in den Code des Spiels ein, und wenn sich dieser Code ändert, müssen BepInEx und jede einzelne Mod von ihren Machern aktualisiert werden. Das kann Tage dauern, manchmal länger. Was du tun kannst: Update oder starte deinen Server am Tag eines großen Patches nicht blind neu (schalte automatische Updates aus, wenn dein Panel das zulässt), kündige deinen Spielern an, dass es dauern kann, und aktualisiere danach deine Mods eine nach der anderen, damit du siehst, welche noch Probleme macht. Läuft eine essenzielle Mod noch nicht, ist kurz warten meist klüger als erzwungenes Weiterspielen. Vergiss auch die Client-Seite nicht: Deine Spieler müssen ihre eigenen Mods im selben Moment aktualisieren, sonst steht ihr trotzdem mit verschiedenen Versionen da. Eine Nachricht in Discord mit der aktualisierten Modliste erspart einen Abend Troubleshooting.

Zurück zu Vanilla

Willst du alle Mods loswerden, oder musst du vorübergehend zurück, weil ein Update alles zerlegt hat, geht das. Die Weltdateien von Valheim (eine .db- und eine .fwl-Datei pro Welt im Ordner worlds_local) bleiben auch ohne Mods lesbar. Entferne die BepInEx-Dateien vom Server oder installiere den Server neu über dein Panel, spiel deine Weltdateien zurück und der Server läuft wieder Vanilla. Aber beachte das Kleingedruckte: Alles, was aus einer Mod kam, verschwindet oder wirft Fehler. Gemoddete Bauteile lösen sich in Nichts auf und gemoddete Items verschwinden aus Kisten. Teste den Wechsel deshalb immer erst mit einer Kopie deiner Welt, bevor du ihn endgültig machst.

Backups: vor jeder Mod-Änderung

Das Muster in dieser ganzen Geschichte: Mods machen deinen Server interessanter und verwundbarer zugleich. Die Antwort darauf ist simpel und kostenlos: Mach ein Backup vor jeder Installation, jedem Update und jedem Entfernen einer Mod. Geht etwas schief, spielst du es zurück und nichts ist passiert; ohne Backup kann eine kaputte Mod deine Welt beschädigen. Im Panel ist ein Backup erstellen eine Sache von ein paar Klicks, und mit einem Schedule automatisierst du es. Einen Valheim-Server mietest du bei MC-Node übrigens schon ab € 3,00 pro Monat, auf eigener Hardware mit NVMe-Speicher im Previder-Rechenzentrum in Hengelo, mit DDoS-Schutz und monatlich kündbar; schau dir die Pakete im Valheim-Store an. Aber egal, wo du hostest: erst das Backup, dann die Mod.

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