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Wie viel RAM braucht dein Modpack-Server? Richtwerte & Xmx

Wie viel RAM braucht dein Modpack-Server? Richtwerte & Xmx

Ein Vanilla- oder Paper-Server läuft problemlos mit 1 bis 2 GB RAM. Ein leichtes Modpack bis etwa 60 Mods braucht 4 GB, ein mittelgroßes Pack mit 100 bis 200 Mods 6 bis 8 GB, und ein großes Allround-Pack mit 300 Mods oder mehr, etwa All the Mods 10, wird erst ab 10 bis 12 GB richtig rund. Die Zahl der Mods legt die Untergrenze fest, Spieler kommen obendrauf: Rechne mit rund 1 bis 2 GB pro zusätzlicher Handvoll Spieler, sobald kräftig automatisiert wird.

Warum wiegt die Zahl der Mods schwerer als die Zahl der Spieler?

Ein Server mit Mods lädt beim Start alles in den Speicher, was das Pack mitbringt: jeden Block, jeden Gegenstand, jedes Rezept, jeden Entity-Typ, jedes Biom und jede Dimension. Das passiert auch dann, wenn niemand online ist. Ein leer laufender Server mit einem großen Pack braucht deshalb schon fast sein komplettes Speicherbudget. All the Mods 10 liegt bei 400 bis 500 Mods; diese Registries sind ein Fixkostenblock, den du nicht loswirst, indem du weniger Spieler zulässt.

Spieler sind der variable Kostenblock obendrauf. Jeder Spieler lädt Chunks um sich herum, samt der Entities und laufenden Maschinen, die darin stehen. Vier Freunde, die zusammen im selben Tal bauen, kosten kaum etwas extra. Vier Spieler mit je einer eigenen Fabrik in einer eigenen Ecke der Karte, dazu Chunklader, die weiterlaufen, während sie offline sind, kosten deutlich mehr. Daher die Faustregel von 1 bis 2 GB pro zusätzlicher Handvoll Spieler bei starker Automatisierung.

Das gilt in beide Richtungen. Willst du ATM10 für zwei Leute laufen lassen, hilfst du dir mit 6 GB nicht weiter. Betreibst du einen Paper-Server mit Plugins und fünfzig Spielern, brauchst du meist keine 16 GB; dieser Server hat eher ein CPU-Problem als ein Speicherproblem.

Wie viel RAM brauchst du je nach Servertyp?

ServertypBeispielEmpfohlener RAM
Vanilla oder Paper ohne ModsSurvival mit einer Handvoll Plugins1-2 GB
Leichtes Pack, bis 60 ModsLeistungs- oder Themen-Pack mit engem Umfang4 GB
Mittelgroßes Pack, 100-200 ModsCreate-Packs6-8 GB
Großes Allround-Pack, 300+ ModsAll the Mods 1010-12 GB
Großes Pack mit 5+ Spielern oder viel AutomatisierungATM10 mit einer aktiven Gruppe14-16 GB

Diese Zahlen gelten für den Server, nicht für deinen eigenen PC. Manche Packs sind leichter als ihr Ruf: Cobblemon-Packs laufen oft problemlos mit 4 bis 8 GB, während alte Pixelmon-Server für dieselbe Art Spiel häufig 10 bis 12 GB brauchten. Schau also zuerst auf die Empfehlung der Packmacher. Wenn du noch nicht weißt, wie ein Pack aufgebaut ist, lies dir vorher durch, was ein Modpack genau ist und wie du eines installierst.

Kann zu viel RAM auch schaden?

Ja, und das überrascht viele. Java gibt Speicher nicht sofort frei, sondern lässt Müll liegen und räumt ihn in regelmäßigen Abständen mit der Speicherbereinigung weg. Je größer der Heap, desto mehr muss so ein Aufräumlauf durchgehen, wenn er an der Reihe ist. Gibst du einem Pack, das 6 GB braucht, plötzlich sehr viel mehr, bleibt der Müll länger liegen und der Aufräumlauf wird schwerer. Das Ergebnis sind keine höheren TPS, sondern ab und zu ein spürbarer Hänger.

Mehr RAM ist also kein Schieberegler für Tempo. Es ist eine Obergrenze, die hoch genug sein muss, damit du nicht dagegenstößt, und darüber hinaus nicht viel höher. Stürzt dein Server mit einem OutOfMemoryError ab, muss Speicher dazu. Bleibt die Auslastung nach einem Aufräumlauf deutlich unter der Grenze, kaufst du dir mit zusätzlichen GB nur längere Pausen und eine höhere Rechnung.

Was bedeuten Xmx und Xms genau?

-Xmx ist die maximale Heap-Größe: die Obergrenze, die Java nie überschreitet. -Xms ist die Heap-Größe, mit der Java startet. Steht -Xms niedrig, fängt der Server klein an und wächst schrittweise mit, was beim Start eines großen Packs zusätzliche Arbeit bedeutet.

  1. Schau nach, wie viel RAM dein Paket hat. Das ist deine Obergrenze; der Java-Prozess braucht neben dem Heap auch Speicher für Threads und Netzwerkpuffer.
  2. Setze -Xmx deshalb knapp unter die Paketgröße: Bei einem 8-GB-Paket gibst du dem Heap nicht die vollen 8 GB.
  3. Setze -Xms auf denselben Wert wie -Xmx, damit der Heap nicht ständig wächst und schrumpft.
  4. Starte den Server neu und lass ihn eine Stunde lang mit Spielern laufen. Die ersten Minuten nach einem Neustart sagen wenig aus.
  5. Schau danach in die Speichergrafik deines Panels. Landet die Auslastung nach jedem Aufräumlauf ungefähr auf demselben Niveau, passt es. Schrammt die Linie dauerhaft an der Obergrenze, muss RAM dazu oder eine Mod raus.

Im Pterodactyl-Panel stellst du das bei den Startvariablen ein, sodass du kein Startskript anfassen musst. Wenn du dir nicht sicher bist, wie dein Server aufgesetzt ist, hilft dir unsere Anleitung dazu, wie du selbst einen Minecraft-Server erstellst.

Warum wiegen Vorab-Generierung und View-Distance schwerer als ein Gigabyte extra?

Das Teuerste, was ein Server mit Mods tut, ist neue Welt zu generieren. Bei einem großen Pack kommen zusätzliche Strukturen, Erze und manchmal komplette Dimensionen dazu, die genau in dem Moment berechnet werden, in dem ein Spieler eine Grenze überschreitet. Genau dann hakt dein Server: Jemand fliegt mit einer Elytra über unerschlossenes Gelände und die TPS brechen ein. Zusätzlicher RAM löst das nicht, denn das Problem ist Rechenarbeit, kein Platzmangel.

Die Lösung ist, die Welt vorab mit einem Pregenerierungs-Werkzeug erzeugen zu lassen, bevor du Spieler drauflässt. Dein Server rechnet die Chunks dann in einer ruhigen Phase aus und schreibt sie auf die Platte, danach muss er sie später nur noch einlesen. Mach das pro Dimension und mit einer Grenze, die zu deiner Spielerzahl passt.

Der zweite Regler ist view-distance in server.properties, also die Sichtweite. Jeder Schritt nach oben vergrößert die Zahl der Chunks, die der Server pro Spieler verwaltet, und das skaliert heftig. Von 10 auf 6 zu gehen bringt auf einem gut besuchten Pack mit Mods mehr als ein paar GB obendrauf. simulation-distance kannst du oft noch eine Stufe niedriger setzen: Spieler sehen dann immer noch weit, aber der Server muss nicht überall Mobs und Maschinen ticken lassen. In unserem Artikel zum Optimieren deines Minecraft-Servers gehen wir tiefer auf diese Einstellungen und auf das Messen der TPS ein.

Ist nicht die CPU-Taktrate der eigentliche Flaschenhals?

Oft schon. Der Welt-Tick von Minecraft läuft auf einem einzigen Thread. Alles, was in einem Tick passiert (Mobs, Redstone, Maschinen, Trichter, Weltgenerierung), wird nacheinander abgearbeitet, und dafür stehen 50 Millisekunden zur Verfügung, wenn du 20 TPS halten willst. Mehr Kerne helfen dabei kaum; entscheidend ist, wie schnell ein einzelner Kern diese Reihe abarbeitet. Die Taktrate wiegt für einen Server mit Mods also schwerer als die Zahl der Kerne.

Das merkst du vor allem bei Automatisierungs-Packs. Eine Basis voller Create-Maschinen füllt dein Tick-Budget, ohne dass der Speicherverbrauch nennenswert steigt. Siehst du niedrige TPS, während dein RAM-Verbrauch sauber unter der Obergrenze bleibt, bringt dir ein größeres Paket nichts. Miss dann zuerst mit spark, welche Mod oder welcher Chunk das Tick-Budget auffrisst.

Beim Minecraft-Hosting von MC-Node läuft die Budget-Linie auf AMD EPYC 7443P und die Premium-Linie auf AMD Ryzen 9 9950X. Für ein kleines Pack mit Freunden reicht die Budget-Linie locker; willst du ein großes Automatisierungs-Pack mit einer aktiven Gruppe flüssig halten, lohnt sich die schnellere Linie eher als ein paar GB mehr auf der langsameren.

Wie senkst du den RAM-Verbrauch, ohne nachzukaufen?

Optimierungs-Mods sind der einfachste Gewinn. Auf NeoForge sind FerriteCore, Canary und ModernFix die üblichen Kandidaten. Allein FerriteCore spart in der Praxis rund 30 bis 40 Prozent Speicher, indem es doppelte Blockstate- und Modelldaten zusammenlegt. Am Spiel selbst ändern sie nichts.

Nutze außerdem die richtige Java-Version: ATM10 setzt Java 21 voraus und startet unter Java 17 schlicht nicht. Auch der Speicherplatz zählt mit. Bei einem Pack wie ATM10 ist eine SSD der Unterschied zwischen gut zehn Minuten Ladezeit auf einer herkömmlichen Festplatte und zwei bis drei Minuten; eine NVMe-SSD ist bei uns in jedem Paket standardmäßig dabei. Zum Schluss kannst du prüfen, ob Mods rausfliegen können. Bei einem selbst zusammengestellten Pack klappt das gut, aber bei einem Allround-Pack sind Rezepte und Questreihen eng miteinander verwoben, und dann zerlegst du mehr, als du gewinnst.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel RAM braucht All the Mods 10? Mindestens 10 GB für den Server, 12 GB für eine kleine Gruppe und 14 bis 16 GB, sobald ihr mit 5 oder mehr Spielern spielt oder viel automatisiert. ATM10 läuft auf NeoForge für Minecraft 1.21.1 und setzt Java 21 voraus; Java 17 funktioniert nicht.

Reichen 4 GB für ein Modpack? Für ein leichtes Pack bis etwa 60 Mods reichen 4 GB. Cobblemon-Packs laufen oft problemlos mit 4 bis 8 GB. Für ein Allround-Pack mit 300 Mods oder mehr sind 4 GB viel zu wenig; das startet nicht oder stürzt innerhalb weniger Minuten ab.

Wird mein Server durch mehr RAM schneller? Nein. RAM ist eine Obergrenze, kein Beschleuniger. Zu viel Heap macht die Pausen der Speicherbereinigung sogar länger. Bleibt dein Speicherverbrauch sauber unter der Obergrenze, während die TPS niedrig sind, liegt das Problem bei der CPU, bei deiner View-Distance oder bei einer bestimmten Mod.

Was ist der Unterschied zwischen Xmx und Xms? -Xmx ist das Maximum, das Java als Heap nutzen darf, -Xms ist die Größe, mit der der Prozess startet. Auf einem Server, der sonst nichts tut, setzt du beide meist gleich und jeweils etwas unter deine Paketgröße, weil Java zusätzlich Speicher außerhalb des Heaps braucht.

Was kosten 8 GB RAM bei MC-Node? Die Budget-Linie kostet 1,10 Euro pro GB und Monat, 8 GB liegen also bei 8,80 Euro pro Monat. Ab 15 GB sinkt der Preis auf 1,00 Euro pro GB, macht 15,00 Euro pro Monat. Die Premium-Linie mit dem schnelleren Prozessor kostet 2,50 Euro pro GB.

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