// Minecraft

Create-Modpacks auf dem Server: Above and Beyond, Astral, Arcane

Create-Modpacks auf dem Server: Above and Beyond, Astral, Arcane

Create-Packs drehen sich um mechanische Konstruktionen: Wellen, Zahnräder und bewegliche Bauwerke statt Kabel und Energiezahlen. Die drei bekanntesten sind Create: Above and Beyond mit rund 50 Erfindungen auf dem Weg ins Weltall, Create: Astral auf Fabric und Minecraft 1.18.2 mit über 1,4 Millionen Downloads, in dem du erst industrialisierst und dann zum Mars fliegst, und Create: Arcane Engineering mit über 716.000 Downloads, das Create mit Pneumaticcraft, Thermal Expansion, Forbidden & Arcanus und Ars Nouveau mischt. Auf einem Server brauchen diese Packs vergleichsweise wenig Arbeitsspeicher, aber viel CPU pro Tick, denn jede bewegliche Konstruktion – im Create-Jargon Contraption – wird in jedem Tick neu durchgerechnet.

Was unterscheidet ein Create-Pack von einem normalen Modpack?

In den meisten Technik-Packs baust du ein Energienetz: Kabel, einen Puffer und Maschinen, die daraus Strom ziehen. Create funktioniert über Rotation. Ein Wasserrad, eine Windmühle oder ein Motor liefert Kraft, die über Wellen und Zahnräder zur Maschine wandert – ohne Puffer, aus dem du zapfst.

Dieser Unterschied bestimmt auch, wie sich dein Server verhält. Ein Energienetz ist vor allem Buchhaltung: Zahlen, die von A nach B verschoben werden. Eine Create-Fabrik dagegen ist körperlich. Fließbänder bewegen echte Gegenstände, Kolben schieben echte Blöcke, und eine fahrende Contraption existiert vorübergehend als eigenes bewegtes Objekt. Das kostet mehr Rechenzeit pro Tick als ein Kabel, das eine Zahl weiterreicht. Wenn du noch nicht weißt, wie ein Modpack technisch aufgebaut ist, lies zuerst, was ein Modpack ist und wie du es installierst.

Welche drei Create-Packs solltest du hosten?

Es gibt Dutzende Packs mit Create darin; drei davon haben eine fertig ausgearbeitete Progression und eine ernstzunehmende Spielerbasis.

PackKern der ProgressionGeprüfte Zahlen
Create: Above and BeyondEine Kette von Erfindungen, die im Weltall endetRund 50 Erfindungen
Create: AstralIndustrialisieren und danach zum Mars1,4+ Millionen Downloads, Fabric, Minecraft 1.18.2
Create: Arcane EngineeringCreate kombiniert mit Technik und Magie716.000+ Downloads, Create plus vier große Mods

Create: Above and Beyond

Das Pack, das Create als Aufgaben-Pack groß gemacht hat. Du arbeitest dich durch rund 50 Erfindungen, jede mit einer eigenen Produktionsstraße, bis du ins Weltall kommst. Einen Schritt mit einer anderen Mod zu überspringen geht nicht, denn diese Mod ist schlicht nicht dabei.

Create: Astral

Astral läuft auf Fabric und Minecraft 1.18.2 und hat über 1,4 Millionen Downloads. Die Progression führt vom Basteln von Hand über die volle Industrialisierung bis zum Mars. Auf Fabric kannst du auf die Optimierungs-Mods rund um Sodium und Lithium zurückgreifen. Denk daran, dass 1.18.2 eine ältere Version ist: Deine Spieler müssen ihren Client zurückstellen.

Create: Arcane Engineering

Mit über 716.000 Downloads ist das genau das Pack für alle, denen Create allein zu karg ist. Es mischt Create mit Pneumaticcraft, Thermal Expansion, Forbidden & Arcanus und Ars Nouveau, du bekommst also neben der Rotation auch Druckluft, Technik-Maschinen und zwei Magiesysteme. Für einen Server ist das der schwerste der drei Kandidaten: Es laufen mehr Systeme gleichzeitig.

Warum kosten bewegliche Contraptions so viel CPU?

Ein Minecraft-Server arbeitet in Ticks: Zwanzigmal pro Sekunde geht er alles durch, was Aufmerksamkeit braucht. Bleibt er in diesem Zeitbudget, hältst du 20 TPS, also zwanzig Ticks pro Sekunde; läuft er darüber hinaus, fühlt sich alles zäh an.

Eine fahrende Contraption ist dabei ein teurer Gast. Solange sie sich bewegt, ist sie keine ruhende Ansammlung von Blöcken, sondern ein Objekt, das in jedem Tick eine neue Position bekommt, Kollisionen prüft und seinen Inhalt mitschleppt. Ein drehendes Lager, ein fahrender Zug oder ein Kolben mit einer halben Fabrik darauf macht das ununterbrochen, auch wenn niemand hinschaut. Dazu kommt das kinetische Netzwerk: Änderst du etwas an einer Welle, wird die ganze Kette neu durchgerechnet.

Das zweite Problem ist die Ballung. Eine Fabrik, die in einen oder zwei Chunks passt, ist für den Erbauer effizient, packt aber die gesamte Arbeit an eine einzige Stelle. Der Server verarbeitet Chunks nacheinander und nicht nebeneinander, deshalb erzeugt ein vollgestopfter Chunk ganz allein eine Tick-Spitze, während der Rest der Karte nichts tut. Mehrkernige Serversoftware ist kein Ausweg: Folia ist experimentell, macht die meisten Plugins kaputt und ist ein Paper-Fork, während Create-Packs auf Forge, NeoForge oder Fabric laufen.

Ein Create-Server geht selten am Arbeitsspeicher in die Knie. Er geht an dem einen Chunk in die Knie, in dem sich zu viel gleichzeitig bewegt.

Wie viel RAM und welche CPU brauchst du?

Das Tempo eines einzelnen CPU-Kerns wiegt schwerer als die Zahl der Kerne. Die Tick-Schleife läuft größtenteils auf einem einzigen Kern, eine Contraption, die sich am Rechenaufwand verschluckt, profitiert also nicht von zusätzlichen Kernen. Unsere Budget-Linie auf AMD EPYC 7443P reicht für einen ruhigen Create-Server völlig; die Premium-Linie auf AMD Ryzen 9 9950X ist die bessere Wahl, sobald deine Gruppe dauerhaft laufende Fabriken hinstellt.

Beim Arbeitsspeicher gilt: Halte dich an die Angabe der Pack-Macher, denn die unterscheidet sich von Pack zu Pack. Als Maßstab hilft es zu wissen, was ein großes Allround-Pack verlangt. All the Mods 10 mit 400 bis über 500 Mods braucht mindestens 10 GB, 12 GB für eine kleine Gruppe und 14 bis 16 GB bei fünf oder mehr Spielern. Create-Packs enthalten weniger Mods und liegen darunter, wie viel genau, hängt aber vom Pack ab. Beim Minecraft-Hosting von MC-Node kostet die Budget-Linie glatte 1,10 Euro pro GB und Monat, 8 GB landen also bei 8,80 Euro, und du kannst nachlegen, sobald du merkst, dass du mehr brauchst.

Der Datenträger wird unterschätzt. Server mit Mods lesen beim Hochfahren Tausende einzelner Dateien: Bei ATM10 macht das auf einer Festplatte zehn Minuten oder mehr Ladezeit aus, gegenüber zwei bis drei Minuten auf einer SSD. Schau außerdem bei jedem Pack nach, welche Java-Version die Macher vorschreiben; ATM10 auf 1.21.1 braucht wirklich Java 21 und läuft nicht auf Java 17, während ältere Packs andere Anforderungen stellen.

Wie installierst du ein Create-Pack auf deinem Server?

  1. Notiere die genaue Pack-Version, den Modloader und die Minecraft-Version. Bei Astral ist das Fabric auf 1.18.2.
  2. Lade die Server-Version des Packs herunter, nicht die Client-Version. Das Serverpaket enthält die Startskripte und lässt reine Client-Mods weg.
  3. Stelle im Pterodactyl-Panel den passenden Modloader und die richtige Java-Version bereit, bevor du hochlädst.
  4. Lade das Serverpaket hoch und lass den ersten Start in Ruhe durchlaufen: Die Mods legen ihre Konfigurationsdateien an und die Welt wird erzeugt.
  5. Sorge dafür, dass jeder Spieler exakt dieselbe Pack-Version fährt, sonst kommt niemand rein.
  6. Leg eine Sicherungskopie an, bevor du später aktualisierst. Ein Versionssprung kann Blöcke umbenennen oder entfernen, und eine halb verschwundene Contraption ist kaum noch zu reparieren.

Hängst du schon beim Aufsetzen selbst fest, findest du die Grundlagen Schritt für Schritt in unserem Artikel dazu, wie du einen Minecraft-Server erstellst.

Wie hältst du die TPS bei großen Fabriken stabil?

  • Verteile Fabriken über mehrere Chunks. Eine kompakte Riesenbasis erzeugt schärfere Tick-Spitzen als dieselben Maschinen auf einer größeren Fläche.
  • Schalte Contraptions ab, die nichts tun. Eine Kupplung oder ein Schaltgetriebe mit Redstone-Signal hält ein drehendes Lager an, wenn gerade nichts produziert werden muss. Billiger kommst du an Leistung nicht heran.
  • Begrenze dauerhafte Bewegung. Windmühlen und rein dekorative Contraptions kosten pro Tick genauso viel wie Produktionsmaschinen, bringen aber nichts ein.
  • Halte lose Gegenstände vom Boden fern. Führe die Ausgabe über Fließbänder und Trichter direkt in eine Kiste; aufgehäufte Gegenstands-Objekte lassen die TPS absacken.
  • Senke zuerst die simulation-distance, nicht die view-distance. Erstere legt fest, wie viele Chunks wirklich ticken.
  • Geh sparsam mit Chunk-Ladern um. Jeder erzwungen geladene Chunk tickt weiter, obwohl niemand dort ist.
  • Miss, statt zu raten. Ein Profiler wie spark zeigt dir, wofür der Tick draufgeht, damit du genau diesen einen Chunk findest.

Optimierungs-Mods helfen ebenfalls, aber wähle sie passend zu deinem Modloader: Auf NeoForge sind FerriteCore, Canary und ModernFix der Standard, wobei allein FerriteCore 30 bis 40 Prozent Arbeitsspeicher spart. Breiter angelegte Maßnahmen findest du in unserem Artikel über das Optimieren deines Minecraft-Servers.

Wann ist ein Create-Pack die falsche Wahl?

Wenn deine Spieler nichts installieren sollen, bist du bei Create falsch. Mods müssen auf Server und Client in derselben Version liegen, während Plugins auf Paper oder Purpur ausschließlich serverseitig laufen und die Spielmechanik ansonsten unverändert bleibt. Willst du vor allem bequem verwalten, ist ein Paper-Server mit EssentialsX, LuckPerms und CoreProtect der ruhigere Startpunkt.

Willst du möglichst viele verschiedene Inhalte, ist ein Allround-Pack die logischere Wahl: All the Mods 10 hat über 18 Millionen Downloads, verlangt aber auch mindestens 10 GB RAM. Und Create-Packs hängen auf älteren Minecraft-Versionen fest, Astral etwa auf 1.18.2, während Minecraft inzwischen bei 26.2 „Chaos Cubed“ angekommen ist und 1.21 „Tricky Trials“ nach wie vor die meistgespielte Version auf niederländischen Servern ist.

Häufig gestellte Fragen

Welches Create-Pack solltest du zuerst hosten? Create: Above and Beyond ist der geradlinigste Einstieg, mit rund 50 Erfindungen als rotem Faden. Willst du Fabric und einen längeren industriellen Aufbau Richtung Mars, nimm Create: Astral auf 1.18.2 mit seinen über 1,4 Millionen Downloads. Arcane Engineering ist für alle da, die Magie und zusätzliche Technik wollen.

Wie viel RAM braucht ein Create-Server? Das hängt vom Pack ab, halte dich also an die Angabe der Pack-Macher. Als Maßstab: All the Mods 10 mit 400 bis über 500 Mods braucht mindestens 10 GB und 14 bis 16 GB bei fünf oder mehr Spielern. Create-Packs enthalten weniger Mods und liegen darunter, aber miss neu nach, sobald die Fabriken wachsen.

Kannst du Plugins wie EssentialsX auf einem Create-Server nutzen? Auf einem nackten Forge-, NeoForge- oder Fabric-Server nicht: Plugins gehören zu Bukkit, Spigot, Paper und Purpur, und ein Modloader lädt sie nicht. Heimpunkte, Grundstücksschutz und Rechteverwaltung löst du in einem Modpack ausschließlich über Mods.

Warum sackt die TPS ab, sobald jemand eine große Fabrik anwirft? Jede bewegliche Contraption wird in jedem Tick neu durchgerechnet, und eine Fabrik, die in einen oder zwei Chunks passt, ballt diese ganze Arbeit an einer Stelle. Schalte ungenutzte Contraptions per Kupplung ab, zieh den Bau in die Breite und senke bei Bedarf die simulation-distance.

Müssen deine Spieler das Pack ebenfalls selbst installieren? Ja. Mods müssen auf Server und Client in exakt derselben Version vorliegen, sonst bekommen Spieler beim Verbinden eine Fehlermeldung. Gib deshalb immer die genaue Pack-Version durch, zum Beispiel Fabric 1.18.2 bei Create: Astral.

Weiterlesen

// SELBST AUSPROBIEREN
Dein Server in 60 Sekunden online
MC-Node →