// Valheim

Valheim Crossplay Server: PS5, Switch 2 und Xbox auf deinem Dedicated Server

Valheim Crossplay Server: PS5, Switch 2 und Xbox auf deinem Dedicated Server

Am 9. September 2026 erschien Valheim 1.0, und gleichzeitig kam das Spiel zum ersten Mal für PlayStation 5 und Nintendo Switch 2 heraus, mit vollem Crossplay zwischen PC, Xbox, PS5 und Switch 2. Das ändert, wer in deiner Gruppe sitzt: Plötzlich will dein Bruder auf der PS5 mitspielen und dein Kollege auf der Switch. Sie können nur selbst keinen Server hosten, der den ganzen Tag läuft, denn der Dedicated Server von Valheim ist ein PC-Programm. Der Server landet also bei dir, und er muss im Crossplay-Modus laufen. So funktioniert das, was es kostet und was du dafür aufgibst.

Was -crossplay genau macht

Standardmäßig kommuniziert ein Valheim-Server über das Steam-Netzwerk. Dann können nur Steam-Spieler verbinden, über die IP-Adresse mit Port oder über die Serverliste. Startest du den Server mit dem Parameter -crossplay, schaltet er auf PlayFab um, das Multiplayer-Backend von Microsoft, das auf allen Plattformen verfügbar ist. Ab dann können Xbox-, PS5- und Switch-2-Spieler mitmachen, und Steam-Spieler bleiben weiterhin willkommen: Die verbinden sich wie immer, über IP und Port oder über die Serverliste. Ein vollständiger Startbefehl sieht so aus:

valheim_server -nographics -batchmode -name "Unsere Welt" -port 2456 -world "Dedicated" -password "geheim123" -public 1 -crossplay

Auf einem gemieteten Valheim-Server bei MC-Node musst du diese Zeile nicht selbst tippen: Im Panel schaltest du die Crossplay-Option ein, und die fügt den Parameter zum Startbefehl hinzu. Das Passwort muss mindestens fünf Zeichen haben, sonst weigert sich der Server zu starten. Die Welt selbst verändert sich durch den Schalter nicht; du kannst Crossplay ein- und ausschalten, ohne etwas zu verlieren.

Schema eines Valheim-Crossplay-Servers: PC-, PS5-, Xbox- und Switch-2-Spieler verbinden sich über das PlayFab-Backend mit einem Dedicated Server, der mit -crossplay gestartet wurde
Mit -crossplay verbinden sich alle über PlayFab; Steam-Spieler behalten daneben den direkten Weg über IP und Port.

Wie Konsolenspieler deinen Server finden

Ein PS5- oder Switch-2-Spieler kann keine IP-Adresse eintippen. Er hat zwei Wege:

  1. Suche nach dem Namen. Im Spiel wählt er Join Game und sucht nach dem Servernamen aus -name. Das funktioniert nur, wenn der Server mit -public 1 in der Liste steht. Wähl also einen einzigartigen Namen; „Valheim server“ liefert Hunderte Treffer.
  2. Der Joincode. Ein Crossplay-Server bekommt von PlayFab einen Code aus ein paar Ziffern. Der erscheint beim Start im Serverlog, und verbundene Spieler sehen ihn im Spielmenü. Mit diesem Code plus Passwort kann jeder joinen, auch wenn der Server nicht öffentlich ist. Achtung: Der Code ändert sich bei jedem Neustart, also pack ihn nicht in deine Discord-Bio, sondern in einen Kanal, den du nach einem Neustart kurz aktualisierst.

Steam-Spieler behalten den schnellsten Weg: Adresse und Port aus dem Panel zur Steam-Serverliste hinzufügen oder direkt per IP verbinden.

Was du aufgibst: Mods und ein bisschen Latenz

Das solltest du vor dem Umschalten wissen. BepInEx-Mods und Crossplay passen nicht zusammen. BepInEx hängt sich in die Steam-Netzwerkschicht ein, und die gibt es mit -crossplay nicht mehr; die Mods laden schlicht nicht. Konsolenspieler können außerdem keine Mods installieren, ein serverseitiger Trick hilft also auch nicht. Ein Crossplay-Server ist ein Vanilla-Server. Was dagegen geht, sind die eingebauten Welt-Modifier: -preset hard oder -preset casual für ein ganzes Set, oder einzelne Optionen wie -modifier raids none und -setkey nomap. Für die meisten Gruppen deckt das den Wunsch nach „ein bisschen anders“ gut ab. Willst du trotzdem gemoddetes Valheim, bleibt das eine reine Steam-Welt.

Der zweite Punkt ist die Verbindung. Über PlayFab läuft der Traffic über ein Relay statt direkt zu deinem Server. Das merkst du als etwas höheren Ping und manchmal als weniger stabile Verbindung, als es Spieler von einem Steam-Server gewohnt sind. Viel machen kannst du dagegen nicht, außer den Server nah bei deinen Spielern zu platzieren: Unsere Valheim-Server laufen auf eigener Hardware in Hengelo, und mit deutschen, niederländischen und belgischen Spielern ist das ein guter Ausgangspunkt.

Wie viel Server brauchst du?

Valheim ist sparsam mit Arbeitsspeicher, hängt aber an einem Prozessorkern. Eine Welt aus 1.0 mit dem Deep North ist größer als früher, und der Server verwaltet mehr; rechne deshalb großzügiger als die klassischen 2 GB:

GruppeEmpfehlungPaket
2 bis 4 Spieler, neue Welt2 GBAmateur, 3,00 € pro Monat
5 bis 8 Spieler, erkundete Welt4 GBBeginner, 6,00 € pro Monat
Die vollen 10 Spieler, große Basen6 GBTraveller, 9,00 € pro Monat

Alles ist monatlich kündbar, also fang klein an und skalier hoch, wenn die Basen wachsen; das ist bei Valheim der eigentliche Lastfaktor, nicht die Spielerzahl.

Schritt für Schritt

  1. Bestell oder öffne deinen Valheim-Server und stell im Panel Servername, Passwort (mindestens fünf Zeichen) und Crossplay ein.
  2. Entscheide, ob der Server öffentlich sein soll. Öffentlich heißt: über den Namen auffindbar; nicht öffentlich heißt: Joincode oder IP.
  3. Starte den Server und lies den Joincode aus dem Log ab. Teil ihn zusammen mit dem Passwort mit deinen Konsolenfreunden.
  4. Lass einen Steam-Spieler und einen Konsolenspieler gleichzeitig verbinden und lauft eine Minute zusammen herum. Klappt das, klappt alles.
  5. Mach ein Backup der Welt, bevor du später doch noch einmal Mods ausprobierst: Das braucht einen Umweg über eine zweite, reine Steam-Welt.

Häufige Fehler

  • Vergessen, dass der Joincode wechselt. Nach jedem Neustart (auch nach einem Update) ist der alte Code wertlos. Pack den neuen Code in Discord oder bring deiner Gruppe bei, nach dem Namen zu suchen.
  • Passwort zu kurz oder gleich dem Servernamen. Dann startet der Server nicht; das Log sagt es dir sauber.
  • Mods drin lassen. Ein Server mit BepInEx im Ordner startet im Crossplay-Modus zwar, aber ohne die Mods; Spieler sehen „etwas anderes“ als erwartet und denken, der Server sei kaputt. Entfern BepInEx oder leg einen separaten Server an.
  • Konsolenspieler ohne passenden Account. Crossplay auf der Konsole verlangt, dass der Spieler mit dem Account seiner Plattform eingeloggt ist; auf Switch 2 und PS5 zusätzlich mit einem aktiven Online-Abo, wie bei jedem Online-Spiel.

Wie die Grundlagen eines Valheim-Servers funktionieren, mit Ports, Backups und dem Unterschied zum Hosten aus dem Spiel heraus, steht in unserem kompletten Guide. Was 1.0 und der Deep North für deine bestehende Welt bedeuten, liest du in Valheim 1.0 und das Deep-North-Update.

Weiterlesen

// SELBST AUSPROBIEREN
Dein Valheim-Server in 60 Sekunden online
Pakete ansehen →