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Bedrock-Add-ons und Packs auf dem Server installieren

Bedrock-Add-ons und Packs auf dem Server installieren

Bedrock-Add-ons auf dem Server zu installieren geht in drei Schritten: Entpacke die .mcaddon oder .mcpack, leg das Behavior Pack in behavior_packs/ und das Resource Pack in resource_packs/ und aktiviere beide in der Welt über world_behavior_packs.json und world_resource_packs.json, mit der uuid und der version aus der manifest.json des jeweiligen Packs. Nutzt das Add-on die Beta-APIs, muss dieses Experiment in der Welt ebenfalls aktiv sein. Einen Installationsknopf hat Bedrock Dedicated Server nicht. Die Serverseite haben wir mit Version 1.26.52 getestet, der aktuellen Serverversion am 30. September 2026.

Behavior Pack oder Resource Pack: Was läuft auf dem Server?

Ein Add-on besteht meist aus zwei Teilen. Das Behavior Pack (im Spiel „Verhaltenspaket“) enthält die Logik: Verhalten von Kreaturen (Mobs), Rezepte, Loot Tables, Funktionen und Skripte. Das läuft auf dem Server. Das Resource Pack („Ressourcenpaket“) enthält, was du siehst und hörst: Texturen, Modelle, Animationen und Sounds. Das bekommen Spieler beim Joinen vom Server. Ein Texture Pack ist einfach ein Resource Pack. In der manifest.json erkennst du den Unterschied am Modultyp: data oder script steht für ein Behavior Pack, resources für ein Resource Pack.

Eine .mcpack enthält ein Pack; eine .mcaddon bündelt mehrere Packs, als Ordner oder als .mcpack-Dateien, so beschreibt es das Community-Wiki wiki.bedrock.dev. Es sind ZIP-Dateien mit einer anderen Endung: Benenne sie in .zip um, dann öffnet sie jedes Entpackprogramm.

Ordnerbaum eines Bedrock-Servers mit Add-on: das Behavior Pack in behavior_packs, das Resource Pack in resource_packs und im Weltordner worlds/Bedrock level die Dateien world_behavior_packs.json und world_resource_packs.json, jeweils mit dem, was du einträgst
Wo die Teile eines Add-ons auf einem Bedrock Dedicated Server landen (getestet auf 1.26.52).

Schritt 1: Entpacken und die manifest.json lesen

Entpacke das Add-on auf deinem Computer. Jeder Ordner mit einer manifest.json ist ein Pack; steckt darin noch eine .mcpack, entpackst du die auch. Notiere dir pro Pack zwei Werte aus dem Block header:

"header": {
  "name": "Mein Add-on BP",
  "uuid": "0b6f7e2a-4c1d-4e5b-9a3f-2d8c7b6a5e41",
  "version": [1, 0, 0]
},
"modules": [
  { "type": "data", "uuid": "5c2e9d1b-7a3f-4b8e-a6d2-1f0e9c8b7a62", "version": [1, 0, 0] }
]

Die uuid unter modules brauchst du hier nicht: Laut Microsoft muss sie sich gerade von der Pack-uuid unterscheiden, und nimmst du sie trotzdem, lädt das Pack nicht. Verweist das Behavior Pack unter dependencies auf ein Resource Pack, müssen beide auf den Server.

Schritt 2: In behavior_packs/ und resource_packs/ hochladen

Stoppe den Server im Panel und lade die entpackten Ordner hoch: Behavior Packs nach behavior_packs/, Resource Packs nach resource_packs/, beide ins Hauptverzeichnis deines Servers. Für ein paar Dateien reicht der Dateimanager im Panel; große Add-ons lädst du bequemer per SFTP hoch (siehe Verbinden mit WinSCP oder FileZilla). Lass die Standardpacks wie vanilla in Ruhe.

Packs in diesen Hauptordnern stehen jeder Welt zur Verfügung; in worlds/<Welt>/behavior_packs/ gehören sie nur zu dieser einen Welt.

Schritt 3: Die Packs in der Welt aktivieren

Hochladen allein reicht nicht: Die Welt muss wissen, welche Packs sie laden soll. Das steht in zwei Dateien in worlds/<level-name>/. Den Ordnernamen findest du bei level-name in der server.properties; standardmäßig ist das Bedrock level. In einer frischen Welt gibt es die Dateien noch nicht; dann legst du sie selbst an. world_behavior_packs.json:

[
  { "pack_id": "0b6f7e2a-4c1d-4e5b-9a3f-2d8c7b6a5e41", "version": [1, 0, 0] }
]

Und world_resource_packs.json, mit der uuid und der Version des Resource Packs:

[
  { "pack_id": "9e4d3c2b-1a0f-4e9d-8c7b-6a5f4e3d2c13", "version": [1, 0, 0] }
]

Mehr Add-ons? Weitere Zeilen in dieselbe Liste, mit Kommas dazwischen, aber nicht nach der letzten. Übernimm die Version exakt. In unserem Test ignorierte der Server das Pack, wenn die erste Zahl abwich (2.0.0 statt 1.0.0) oder wenn in der JSON eine niedrigere Version stand als im Manifest. Starte den Server und schau in die Konsole. Ein geladenes Behavior Pack sieht so aus:

Pack Stack - [00] Mein Add-on BP (id: 0b6f7e2a-..., version: 1.0.0) @ behavior_packs/meinaddon_BP

Resource Packs mit texturepack-required zur Pflicht machen

Mit texturepack-required=true in der server.properties erzwingst du, dass Spieler die Resource Packs der Welt verwenden; standardmäßig steht der Wert auf false. Schalte ihn ein, wenn dein Add-on eigene Blöcke, Gegenstände oder Kreaturen hinzufügt, denn wie die aussehen, steht im Resource Pack. Diesen Schlüssel änderst du im Dateimanager; nur Schlüssel wie gamemode und difficulty setzt unser Panel bei jedem Start aus den Startvariablen.

Beta-APIs und andere Experimente: in der Welt aktivieren

Manche Add-ons nutzen die Beta-Version der Script-API. Das erkennst du im Manifest an einer Dependency auf @minecraft/server mit einer Version, die auf -beta endet. Dann muss das Experiment Beta-APIs in der Welt aktiv sein. Ist es aus, meldet die Konsole:

[Scripting] Plugin [Mein Add-on BP - 1.0.0] - requesting dependency on beta APIs [@minecraft/server - 2.11.0-beta], but the Beta APIs experiment is not enabled.

Der Server hat dafür keine Einstellung. Aktiviere das Experiment deshalb lokal:

  1. Stoppe den Server, erstelle ein Backup und lade den Ordner worlds/<level-name>/ herunter.
  2. Pack den Inhalt dieses Ordners in eine ZIP-Datei, benenne sie in .mcworld um und öffne sie auf deinem PC; Minecraft importiert die Welt.
  3. Aktiviere in den Welteinstellungen unter Experimente die Option Beta-APIs. Minecraft legt dann eine Kopie mit „Kopie von“ vor dem Namen an; arbeite in dieser Kopie weiter.
  4. Exportiere die Kopie als .mcworld, entpacke sie und ersetze damit den Inhalt des Weltordners auf dem Server. Prüfe, ob beide world_..._packs.json-Dateien noch drin sind; sonst hol sie aus deinem Backup zurück.

Eine neue Welt erstellst du lokal gleich mit aktivem Experiment. Ohne Umweg geht es auch: Das Community-Wiki wiki.bedrock.dev beschreibt, wie du mit einem NBT-Editor in der level.dat im Compound experiments ein Byte gametest mit dem Wert 1 setzt. In unserem Test hat das funktioniert; die Konsole zeigt dann Experiment(s) active: gtst.

Achtung: Eine Welt mit Experimenten wird laut Microsoft nie wieder eine normale Welt, und Beta-Funktionen können sich bei einem Bedrock-Update ändern oder wegfallen, sodass so ein Add-on kaputtgeht, bis der Ersteller es aktualisiert. Verlangt ein Add-on @minecraft/server-net, musst du dieses Modul erlauben. Microsoft empfiehlt, das pro Skriptmodul zu tun, in config/<uuid-des-skriptmoduls>/permissions.json, und config/default/permissions.json minimal zu halten. Praktisch: Eine Neuinstallation über unser Panel (etwa bei einem Versionswechsel) setzt diese Standarddatei zurück und lässt deine eigenen Ordner, Packs und deine Welt in Ruhe.

Marketplace-Add-ons kannst du nicht auf deinen eigenen Server bringen

Was du im Marketplace kaufst, kannst du nicht auf einem eigenen Server installieren. Minecraft speichert gekaufte Inhalte verschlüsselt in einem eigenen Ordner (premium_cache, laut dem Community-Wiki minecraft.wiki), es gibt also nichts hochzuladen. Add-ons, die Ersteller selbst als .mcaddon oder .mcpack anbieten, funktionieren dagegen.

Testen: Content Log einschalten und die Konsole lesen

Setz content-log-console-output-enabled=true in der server.properties; dann landen auch Fehler aus den Packs in der Konsole des Panels. Diese Meldungen haben wir in unserem Test gesehen:

  • Modul-uuid oder falsche Version: Configured pack (id: …) was not found and was ignored, danach Pack Stack - None.
  • Ein Komma nach der letzten Zeile in world_behavior_packs.json: überhaupt keine Fehlermeldung, nur Pack Stack - None. Lädt nichts und beschwert sich nichts, prüf die JSON.
  • Komplette .mcaddon in behavior_packs/: Multiple manifests found at the same directory level, oder bei darin enthaltenen .mcpack-Dateien nur was not found.
  • Behavior Pack in resource_packs/: Defaulting to resource pack, und das Pack tut nichts.

Neue Version eines Add-ons? Ersetze den Ordner, pass die Version in der JSON an und starte neu.

Wann du kein Add-on brauchst

Willst du nur eine Spielregel ändern, etwa dass man nach dem Tod seine Sachen behält, reicht eine Gamerule: keepInventory einstellen kostet einen Befehl und macht deine Welt nicht experimentell. Ein Add-on lohnt sich für wirklich Neues, etwa eigene Kreaturen oder Proximity Voice Chat, aber schwere Add-ons fordern mehr vom Server als ein Texture Pack. Unsere Bedrock-Server laufen mit dem offiziellen Bedrock Dedicated Server, ab 2,50 € pro Monat (Apple, 2 GB); Cookey mit 4 GB kostet 5,00 €. Alles ist monatlich kündbar.

Häufige Fragen

Kann man Add-ons auf einem Bedrock-Server nutzen?

Ja. Bedrock Dedicated Server lädt Behavior und Resource Packs, die du in behavior_packs und resource_packs legst und in der Welt über world_behavior_packs.json und world_resource_packs.json aktivierst. Nur gekaufte Marketplace-Inhalte kannst du nicht auf einem eigenen Server installieren.

Warum lädt mein Add-on auf meinem Bedrock-Server nicht?

Such in der Konsole nach der Zeile Pack Stack. Steht dort None mit 'Configured pack ... was not found and was ignored', stimmen uuid oder Version nicht: Übernimm uuid und version aus dem header-Block der manifest.json, nicht die uuid des Moduls. Kommt gar keine Meldung, ist es oft ein JSON-Fehler, etwa ein Komma nach der letzten Zeile.

Wie aktiviert man Beta-APIs auf einem Bedrock Dedicated Server?

Nicht über den Server selbst. Aktiviere die Beta-APIs lokal in den Welteinstellungen und lade die Welt erneut hoch, oder setz mit einem NBT-Editor in der level.dat unter experiments ein Byte gametest auf 1. Mach vorher ein Backup: Eine Welt mit Experimenten wird nie wieder eine normale Welt.

Kann man Marketplace-Add-ons auf dem eigenen Server installieren?

Nein. Gekaufte Marketplace-Inhalte werden verschlüsselt gespeichert, du kannst sie also nicht als Pack hochladen. Add-ons, die der Ersteller selbst als .mcaddon oder .mcpack anbietet, funktionieren dagegen.

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