Minecraft 26.4 und dein Server: Snapshots, neue Einstellungen, Eishöhlen
Minecraft 26.4 ist die nächste Java-Version und damit voraussichtlich der nächste Game Drop; Bedrock 26.70 und das vierte Quartal 2026 nennt bisher nur das Minecraft Wiki. Laut Mojang bringt der nächste Game Drop die Eishöhlen (Ice Caves) und eine gefrorene Zombievariante. Der erste Snapshot, 26.4 Snapshot 1 vom 22. September, enthält diese Eishöhlen noch nicht, dafür aber drei neue Optionen in server.properties, ein neues Datapack-Format, Schwefelhöhlen unter alten Welten und Vulkan als Standard-Renderer im Client. Teste auf einem separaten Server oder einer Kopie deiner Welt; dein Hauptserver wartet auf das Release und, wenn du Paper nutzt, bis Paper und deine Plugins bereit sind.
Snapshot 1 ist ein technischer Snapshot, noch ohne Eishöhlen
Mojang selbst beschreibt diesen ersten Snapshot als Auftakt mit „einer Reihe technischer Updates und Verbesserungen“. Die Eishöhlen, die Eiszapfen (Icicles), die Eiskristalle (Ice Crystals) und der Frozen Zombie (noch ohne endgültigen Namen) wurden erst auf der Minecraft LIVE am 26. September angekündigt, vier Tage nach diesem Snapshot. In welchem Snapshot sie erscheinen, hat Mojang nicht gesagt, und bis zum Release kann sich noch einiges ändern.
Die auffälligste Änderung betrifft die Spieler: In der Videoeinstellung „Graphics API“ verhält sich „Default“ jetzt wie „Prefer Vulkan“; bisher war das OpenGL. Dein Server bekommt davon nichts mit. Stürzt das Spiel bei einem Spieler schon beim Start ab, schaltet es nicht mehr von selbst um: Dieser Spieler stellt die Einstellung dann selbst auf „Prefer OpenGL“.
Drei neue Zeilen in server.properties
Drei Schlüssel kommen dazu, hier mit ihren Standardwerten:
allowed-connection-ids=
status-contact-details=
enable-legacy-status=true
allowed-connection-ids: Nur wer die richtige ID mitschickt, kommt rein
Eine durch Kommas getrennte Liste von IDs. Ist sie leer (Standard), ändert sich nichts. Trägst du etwas ein, vergleicht der Server diese Werte mit der _id, die der Client mitschickt, und lehnt jede Verbindung ohne passende ID ab, bei der Statusabfrage und beim Login: Ohne die richtige ID gibt es keinen Serverstatus und keinen Join.
Die ID setzt du in die Serveradresse, und auch das ist neu in diesem Snapshot. Eine Adresse wie [email protected] liest der Client als play.beispiel.de?_id=freunde. Mit allowed-connection-ids=freunde,team kommen also nur Spieler rein, die eine dieser beiden IDs vor die Adresse setzen. Ein Scanner, der einfach IP-Adressen abklappert, kennt die ID nicht und bekommt auf die normale Statusabfrage keine Antwort; ob das auch für das alte Ping-Protokoll gilt, verrät das Changelog nicht.
Ein Passwort ist das ausdrücklich nicht: Das Verbindungspaket ist laut Mojang unverschlüsselt und damit für nichts Sicherheitsrelevantes geeignet. Deine Whitelist brauchst du also weiterhin. Und weil die Schreibweise neu ist, kennt sie vorerst nur der Snapshot-Client.
status-contact-details: eine Kontaktzeile im Serverstatus
Freitext, der zeigt, wie man die Betreiber eines Servers erreicht, auch ohne Website: etwa eine E-Mail-Adresse oder eine Discord-Einladung. Der Server schickt ihn in der Statusantwort mit, unter dem Schlüssel contact. Ob und wo der normale Client diese Zeile anzeigt, steht nicht im Changelog; jedes Programm, das die Statusantwort abfragt, kann sie aber auslesen.
enable-legacy-status: das alte Ping-Protokoll abschalten
Clients von vor 1.7 fragten den Serverstatus über ein älteres Protokoll ab. Mit enable-legacy-status=false beantwortet dein Server diese Anfragen nicht mehr; standardmäßig steht die Option auf true. Für jede Art von Status, alt oder neu, muss enable-status aktiviert sein. Ohne triftigen Grund lässt du die Option an. Die übrigen Zeilen findest du in server.properties erklärt.
Alte Welten bekommen beim Umwandeln Schwefelhöhlen darunter
Hast du noch eine Welt (oder Teile davon) von vor 1.18 (Caves & Cliffs Teil II), die seitdem nicht in einer neueren Version geöffnet wurde? Beim Umwandeln solcher alten Chunks erzeugt Minecraft seit 1.18 neues Terrain darunter, bis zum neuen Boden auf Y=-64. Ab 26.4 Snapshot 1 können dort auch Schwefelhöhlen (Sulfur Caves) entstehen, das Höhlenbiom aus 26.2; dafür gibt es den neuen Biom-Tag #generated_in_below_zero_retrogen. Chunks, die bereits in 1.18 oder später umgewandelt oder generiert wurden, merken davon nichts.
Datapacks, Befehle und Netzwerk: was Ersteller neu testen müssen
- Neue Pack-Formate. Das Datapack-Format steigt auf
122.0(26.3:121.0), das Resourcepack-Format auf98.0(26.3:97.1). Teste Packs für 26.3 (Format 121), bevor du das Format hochsetzt. - Custom Worldgen. Das Feld
default_blockin den Noise Settings ist weg (immer Luft; andere Blöcke regelst du über die Material Rules). Beimcuboid-Modifier sindxz_sizeundy_sizejetzt die echte Größe: 2 ergibt 2×2, nicht 3×3. Placed Features dürfen nur noch innerhalb eines Bereichs von 3×3 Chunks platzieren, und Einträge für verschiedene Biome in Multi-Noise-Quellen dürfen sich nicht mehr mit demselben Offset über alle Noise-Parameter decken. - /fillbiome. Der Befehl arbeitete bisher pro Zelle von 4×4×4 Blöcken, deshalb lag der Rand nicht immer genau auf deinen Koordinaten. Laut Changelog füllt er Biome jetzt blockgenau.
- NBT-Rundung. Beim Umwandeln von Kommazahlen in ganze Zahlen rundet das Spiel jetzt immer ab. Skripte mit
/datakönnen dadurch in Randfällen ein anderes Ergebnis liefern. - Netzwerk. Der Client schickt ein neues
minecraft:mod_list-Paket (leer bei Vanilla) für einfacheres Debugging,minecraft:transferkann Eigenschaften an den Zielserver weitergeben, und bei einem SRV-Eintrag wird die ursprüngliche Domain als_omitgeschickt.
So testest du den Snapshot sicher
Mojang warnt selbst, dass Testversionen deine Welt beschädigen können: Mach ein Backup und starte sie in einem anderen Ordner als deine Hauptwelt. Öffnest du eine Snapshot-Welt wieder in einer älteren Version, warnt das Spiel, dass sie beschädigt werden kann: Dein Weg zurück zu 26.3 ist dein Backup.
- Mach ein Backup deines Hauptservers und prüfe, ob es vollständig ist (so machst du ein Backup). Wie du das dauerhaft regelst, liest du in einer Backup-Strategie, die wirklich funktioniert.
- Nutze einen separaten Testserver, oder zumindest eine Kopie deines Weltordners.
- Spiel die Snapshot-JAR auf. Mojang bietet zu jedem Snapshot eine eigene server.jar an, verlinkt im Snapshot-Beitrag auf minecraft.net. Wie du eine eigene JAR über den Dateimanager hochlädst, steht in eigene Server-JAR hochladen.
- Java 25. Der Snapshot braucht, genau wie 26.1 bis 26.3, Java 25. Läuft dein Server schon auf 26.x, musst du nichts wechseln; kommst du von 1.21, lies zuerst, welche Java-Version dein Server braucht.
- Clients auf demselben Snapshot. Spieler aktivieren Snapshots im Minecraft Launcher, im Tab „Installationen“. Der Snapshot hat eine andere Protokollnummer als 26.3, ein 26.3-Client kommt also nicht auf deinen Testserver, und umgekehrt.
- Teste, was du nutzt: deine Datapacks, Befehlsblöcke, die neuen Einstellungen und eventuell eine alte Welt, die zum ersten Mal umgewandelt wird.
Dein Hauptserver wartet auf das Release, und auf Paper
Ein Snapshot ist ein Zwischenstand: Bis zum Release folgen weitere, und jeder kann Formate und Verhalten wieder ändern. Das Datapack-Format von 26.3 ging während der Snapshots und Pre-Releases von 108.0 auf 121.0.
In der Download-API von Paper steht am 27. September kein 26.4 (dafür Pre-Releases und Release Candidates, keine Snapshots). Selbst 26.3 ist bei Paper noch experimentell: Alle Builds liegen im Alpha-Kanal (neuester: Build 49 vom 26. September), das letzte stabile Paper ist 26.2 Build 129. Nutzt du Paper mit Plugins, aktualisiere erst bei einem stabilen Build und wenn deine wichtigsten Plugins die neue Version nennen. Den Stand für 26.3 findest du in welche Plugins schon auf 26.3 laufen.
Wann nicht, und wann doch
Nicht machen: deinen Hauptserver oder ein SMP mit langer Weltgeschichte auf einen Snapshot umstellen, auch nicht „mal eben“, um die Eishöhlen zu sehen, denn die sind noch gar nicht drin. Sinnvoll: wenn du Datapacks, Custom Worldgen oder ein Netzwerk mit Transfers betreust und wissen willst, was kaputtgeht, bevor 26.4 erscheint. Für so einen Testserver: Bei MC-Node beginnt ein Minecraft-Server bei 0,50 € pro Monat, mit Backups im Gamepanel und monatlich kündbar: Du kündigst ihn, sobald 26.4 erschienen und dein Hauptserver umgezogen ist.
Häufige Fragen
Sind die Eishöhlen schon in Minecraft 26.4 Snapshot 1?
Nein. 26.4 Snapshot 1 vom 22. September 2026 ist ein technischer Snapshot, unter anderem mit neuen Servereinstellungen und Vulkan als Standard-Renderer. Die Eishöhlen wurden am 26. September für 26.4 angekündigt, aber Mojang hat nicht gesagt, in welchem Snapshot sie erscheinen.
Wann erscheint Minecraft 26.4?
Mojang hat noch kein Datum genannt. 26.4 ist die nächste Java-Version (Snapshot 1 erschien am 22. September); das Minecraft Wiki nennt Bedrock 26.70 und rechnet mit dem vierten Quartal 2026. Bis dahin erscheinen Snapshots, und der Inhalt kann sich noch ändern.
Kann ich einen Minecraft-Snapshot auf meinem Server laufen lassen?
Ja, Mojang bietet zu jedem Snapshot eine eigene server.jar an; 26.4 Snapshot 1 läuft auf Java 25. Mach das auf einem separaten Testserver oder einer Kopie deiner Welt, denn Testversionen können deine Welt beschädigen. Die Spieler wählen im Launcher denselben Snapshot.
Was macht allowed-connection-ids in server.properties?
Mit dieser neuen Option aus 26.4 Snapshot 1 lässt der Server nur Verbindungen zu, die eine ID aus der Liste mitschicken, zum Beispiel über die Adresse [email protected]. Wer die ID nicht mitgibt, sieht keinen Serverstatus und kann nicht joinen. Ein Schutz ist das nicht: Das Verbindungspaket ist unverschlüsselt, deine Whitelist brauchst du also weiterhin.